abschied
- Soy

- 11. Dez. 2020
- 1 Min. Lesezeit
abschied
ich bin schlecht im verabschieden,
ich hasse abschied,
obschon ich mittlerweile ziemlich gut
darin
sein sollte.
hatte wieder
einen anfall von traurigkeit,
deprimiertheit,
wieso alle,
ausser ich!
doch dann erinnerte ich mich,
erinnerte mich an all die schönen,
einzigartig, sonderbaren momente,
in denen ich so viele neue,
wunderbar, schönen menschen
auf der ganzen welt verteilt,
verstreut,
kennenlernen durfte,
zusammengewürfelt,
wie bei einem spiel
trafen wir aufeinander und,
unsere welten vermischten sich,
fusionierten, bis wir uns ganz eng waren
und nach einer weile war es vorbei.
das band riss,
die würfel wurden neu geschüttelt
und wir gingen auseinander,
auf die eine
und auf die andere seite
bis aus der einen
wieder zwei welten wurden
ich bin schlecht im verabschieden,
ich hasse abschied,
genau weil ich mittlerweile ziemlich gut
darin
sein sollte.
denn erinnere ich mich an all die schönen,
einzigartig, sonderbaren momente,
in denen ich so viele neue,
wunderbare menschen
verstreut auf der ganzen welt
zu diesem zeitpunkt
vermischt, verwischt vereint
kennenlernte,
sträubt sich etwas in mir,
weigert sich
abzuschliessen,
zum abschied zu winken
und sich dann umzudrehen
ohne jemals zu wissen,
wann sie wiederzusehen,
und zu gehen,
raus aus der tür
und weg.
Soy



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